Sep. 15, 2026

Ein Jahr ist vergangen, seitdem molibso gemeinsam mit Kunden, Partnern, Wegbegleitern, Freunden und Familie sein zehnjähriges Bestehen gefeiert hat. Wer heute auf die Fotos dieses Tages blickt, entdeckt dabei weit mehr als ein Firmenjubiläum. Zu sehen sind Umarmungen, lange Gespräche, neugierige Blicke hinter die Kulissen und viele Menschen, die eines verbindet: Sie haben die Geschichte von molibso auf ganz unterschiedliche Weise begleitet.
Zehn Jahre zuvor hatte alles mit einer Idee begonnen: Als die Brüder Jens und Lars Hollenbacher den Grundstein für das Unternehmen legten, war noch nicht absehbar, wohin die Reise führen würde. Heute begleitet molibso Kunden und Partner auf mehreren Kontinenten und entwickelt innovative Lösungen rund um die digitale Fuß- und Ganganalyse. Das zehnjährige Jubiläum bot daher einen willkommenen Anlass, gemeinsam zurückzuschauen, aber auch nach vorne zu blicken.
Rund 50 Gäste folgten der Einladung nach Langenfeld. Unter ihnen befanden sich Kunden der ersten Stunde, langjährige Partner wie Alexander Bieder von Lemaitre oder Andreas Wylenzek, der Inhaber des Sanitätshaus Vital. Außerdem Investoren, ehemalige Mitarbeitende, Freunde, Familienmitglieder und natürlich auch das gesamte Team. Schon kurz nach dem Eintreffen der ersten Gäste wurde deutlich, dass viele nicht nur eine Verbindung zu molibso, sondern auch zueinander hatten. Immer wieder wurden bekannte Gesichter entdeckt. Aus einer Begrüßung wurde ein längeres Gespräch, aus einem kurzen Wiedersehen ein gemeinsamer Rückblick auf Projekte, Messen oder Ereignisse, die zum Teil viele Jahre zurücklagen.
Auffällig war dabei, wie selbstverständlich sich die unterschiedlichen Gästekreise mischten. Kunden unterhielten sich mit Familienmitgliedern, ehemalige Mitarbeitende tauschten sich mit aktuellen Teammitgliedern aus, Geschäftspartner kamen mit Freunden des Unternehmens ins Gespräch. Wer an diesem Tag Gast war und wer zum Unternehmen gehörte, ließ sich an vielen Stellen kaum unterscheiden.
Liebe zum Detail auf Schritt und Tritt
Über das gesamte Gelände verteilt fanden sich kleine Details mit Wiedererkennungswert: cyanfarbene Akzente, individuell gestaltete Ballons und oder die veganen Schuh-Weingummis als Gastgeschenk. Nichts davon drängte sich in den Vordergrund, doch genau diese Kleinigkeiten verliehen der Veranstaltung ihren persönlichen Charakter.
Das zeigte sich auch beim Blick auf die menschengroße, silberfarbene Etagere. Die etwa 100 selbstgebackenen Blaubeermuffins blieben vielen Gästen in Erinnerung. Das Besondere: Auf den kleinen essbaren Oblaten befand sich das Bild eines Analysedruckbildes eines Fußes. Manch einer bemerkte die Details erst auf den zweiten Blick, bevor die kleinen Kunstwerke schließlich doch vernascht wurden. Zusammen mit dem blau-weißen Speiseeis, dem eigens kreierten Begrüßungsdrink, der cyanfarben daher kam und dem beliebten Currywurst- und Pommeswagen mit allerlei Toppings entstand ein Konzept, das perfekt zu molibso passte: individuell, bodenständig und mit einem Augenzwinkern.
Auch das Wetter spielte an diesem Tag seine eigene Rolle. Zwischen sonnigen Abschnitten und kräftigen Windböen blieb es immer wieder spannend, ob alle Programmpunkte wie geplant draußen stattfinden konnten. Einige Bereiche wurden schließlich kurzerhand ins Foyer verlegt. Rückblickend erwies sich das sogar als Vorteil. Die zusätzlichen Treffpunkte im Gebäude sorgten dafür, dass die Gäste noch leichter ins Gespräch kamen und sich die Wege immer wieder kreuzten.

Der Fit Trailer als Bühne für zehn Jahre Unternehmensgeschichte
Im Mittelpunkt des offiziellen Programms stand der Fit Trailer. Für einen Tag wurde er zur Bühne der Unternehmensgeschichte.
Auf den großen Bildschirmen nahmen Jens und Lars ihre Gäste mit auf eine Reise durch die vergangenen zehn Jahre. Fotos aus den Anfangsjahren wechselten sich mit Aufnahmen von Meilensteinen und besonderen Momenten ab. Manche Bilder sorgten für spontanes Lachen, andere für überraschte Blicke. Immer wieder war zu beobachten, wie Gäste sich gegenseitig auf Fotos entdeckten und Erinnerungen austauschten.
Dabei ging es nicht nur um Zahlen oder Meilensteine. Vielmehr wurde sichtbar, wie eng die Entwicklung des Unternehmens mit vielen der anwesenden Menschen verbunden war. Einige begleiteten molibso bereits seit den ersten Schritten, andere kamen erst später hinzu. Zusammen ergaben sie die Geschichte eines Unternehmens, das über die Jahre kontinuierlich gewachsen ist.
Einen Blick nach vorn ermöglichte der Impulsvortrag von Prof. Dr. Matthias Scherge vom Fraunhofer IWM. Mit seinen Ausführungen zu aktuellen Entwicklungen und künftigen Perspektiven spannte er den Bogen von der Vergangenheit in die Zukunft und zeigte, wie viel Potenzial weiterhin in der Verbindung von Forschung, Technologie und Praxis steckt.
Passend dazu konnten die Gäste ihr Wissen bei einem interaktiven Quiz unter Beweis stellen. Über einen QR-Code beteiligten sie sich direkt per Smartphone. Zwischen Fragen zur Unternehmensgeschichte, Schätzaufgaben und Überlegungen zu möglichen künftigen Entwicklungen entwickelte sich schnell ein freundschaftlicher Wettbewerb. Die anschließende Siegerehrung sorgte entsprechend für viele lachende Gesichter.
Hinter den Kulissen waren dabei zahlreiche Teammitglieder beteiligt. Während das interaktive Quiz von zwei Mitarbeitenden moderiert wurde, die die Gäste nicht nur durch die Fragerunden führten, sondern auch für eine lockere und unterhaltsame Atmosphäre sorgten, war das Erstellen der Fragen und Antworten bereits im Vorfeld echtes Teamwork gewesen. Überhaupt zeigte sich an vielen Stellen, dass das Jubiläum nicht allein organisiert, sondern von zahlreichen Händen mitgestaltet worden war.

Innovation zum Anfassen
Dass Innovation bei molibso nicht nur Thema von Präsentationen ist, zeigte sich an vielen Stellen des Tages:
Bei Führungen durch die Räumlichkeiten erhielten die Gäste Einblicke hinter die Kulissen. Darüber hinaus wurde das damals noch neue Werkstattwerkzeug InsolePro vorgestellt und in kleinen Gruppen präsentiert.
Für besonders viel Aufmerksamkeit sorgte jedoch eine andere Idee aus dem Team. Einer der beiden Entwickler funktionierte die Druckmessplatte im Büro kurzerhand zu einem interaktiven Klavier um. Gespielt wurde nicht mit den Händen, sondern mit den Füßen. Immer wieder bildeten sich kleine Gruppen um die Installation. Einige Gäste probierten sie selbst aus, andere schauten interessiert zu oder versuchten gemeinsam, bekannte Melodien zu spielen.
Was zunächst wie eine spielerische Idee wirkte, brachte zugleich auf den Punkt, was molibso seit vielen Jahren auszeichnet: technisches Know-how, Kreativität und die Bereitschaft, Dinge auch einmal anders zu denken.
Überhaupt wurde an diesem Tag deutlich, wie viel Herzblut aus dem Team in die Feier eingeflossen war. Während ein Entwickler die Idee für das Druckmessplatten-Piano umgesetzt hatte, übernahm ein anderer Kollege die musikalische Begleitung der Veranstaltung. Zunächst eher im Hintergrund, später immer stärker im Mittelpunkt, sorgte er vom Fit Trailer aus für den passenden Soundtrack des Tages. So wurde der Trailer nicht nur zur Bühne des offiziellen Programms, sondern im Laufe des Abends auch zum Treffpunkt für viele Gäste.
Gemeinsam mit den zahlreichen kleinen Details, die über das gesamte Gelände verteilt zu entdecken waren, entstand so eine Veranstaltung, die nicht einfach organisiert wurde, sondern von vielen Menschen aktiv mitgestaltet war.

Grüße aus aller Welt und ein Geschenk mit besonderer Bedeutung
Nicht alle Wegbegleiter konnten persönlich vor Ort sein. Über Videobotschaften schickten Partner und Freunde des Unternehmens ihre Glückwünsche aus Deutschland, den USA, Australien und Südafrika. Die Beiträge machten deutlich, wie international das Netzwerk von molibso mittlerweile geworden ist und wie viele Menschen das Unternehmen auf seinem Weg begleitet haben.
Für eine weitere Überraschung sorgte der Geschenketisch. Ursprünglich war nur wenig Platz dafür vorgesehen worden. Im Laufe des Tages füllte sich dieser jedoch immer weiter. Blumen, persönliche Aufmerksamkeiten und individuelle Geschenke verdeutlichten, wie eng sich viele Gäste dem Unternehmen verbunden fühlen.
Auch intern gab es vor den Augen der geladenen Gäste eine kleine Überraschung für die Gründerbrüder: Das Team überreichte den Geschäftsführern ein eigens gestaltetes Bild, auf dem die Zahl Zehn aus zahlreichen Fußabdrücken entstand.
Jeder einzelne dieser Abdrücke hatte seine eigene Geschichte. Denn sie stammten von den damaligen Teammitgliedern und sogar von den beiden Bürohunden, die über viele Jahre fester Bestandteil des Arbeitsalltags waren. Das Geschenk hätte kaum symbolischer sein können, denn schließlich waren auch die ersten zehn Jahre von molibso nicht das Werk Einzelner, sondern das Ergebnis vieler Menschen, die ihre Ideen, ihre Fähigkeiten und ihre Persönlichkeit eingebracht haben. Aus zahlreichen individuellen Spuren entstand etwas Gemeinsames. Genau wie auf dem Bild.

Mit Rückenwind in die Zukunft
Ein Jahr später denken viele Beteiligte noch immer gerne an diesen Tag zurück. Nicht wegen eines einzelnen Programmpunkts oder einer besonderen Attraktion. Sondern wegen der vielen kleinen Momente dazwischen: den Wiedersehen nach langer Zeit, den Gesprächen über gemeinsame Projekte, den spontanen Erinnerungen und den Begegnungen, die gezeigt haben, wie viele Menschen die Geschichte von molibso mitgeschrieben haben.
Das Jubiläum markierte damit weit mehr als nur das Ende eines erfolgreichen Jahrzehnts. Es machte sichtbar, was über die Jahre entstanden ist: ein Netzwerk aus Kunden, Partnern, Wegbegleitern, Freunden und Mitarbeitenden, die das Unternehmen in unterschiedlicher Weise geprägt haben.
Und vielleicht war genau das die wichtigste Erkenntnis dieses Tages. Hinter jeder Innovation, jedem Produkt und jedem Meilenstein stehen Menschen. Zehn Jahre molibso sind deshalb vor allem zehn Jahre gemeinsamer Weg. Und die nächsten Kapitel dieser Geschichte warten bereits darauf, geschrieben zu werden.
Sep. 14, 2026

Mehr als 30 Prozent ihrer Betriebszeit wenden Unternehmen der Hilfsmittelbranche laut der Hilfsmittelstudie 2026 der opta data ZukunftsStiftung und der Sigmund Freud Privat Universität Wien für Bürokratie auf. Die Studie zeigt damit deutlich, wie stark Dokumentationspflichten, Krankenkassenverträge und Verwaltungsaufgaben den Arbeitsalltag vieler Betriebe prägen. Gleichzeitig wird klar: Jede Stunde Bürokratie fehlt dort, wo sie eigentlich dringend gebraucht wird – in der Versorgung von Menschen.
Die Studie macht deutlich, vor welchen Herausforderungen die Branche aktuell steht. Neben Fachkräftemangel, Kostendruck und Digitalisierung wird ein Thema besonders häufig genannt: Bürokratie. Dabei handelt es sich längst nicht mehr um ein reines Verwaltungsproblem, sondern um einen Faktor, der direkten Einfluss auf die Versorgung hat.
Zu diesem Ergebnis kommen die Autoren der Studie anhand von 51 Experteninterviews sowie einer Befragung von 896 Fachkräften aus Sanitätshäusern, Homecare-Unternehmen und der Orthopädie(schuh)technik.
Bürokratie bindet wertvolle Ressourcen
Ein Ergebnis sticht besonders hervor: Mehr als 30 Prozent der Betriebszeit entfallen laut Studie auf bürokratische Aufgaben. Gleichzeitig wird der Bürokratieabbau von den Befragten als wichtiger Bestandteil einer attraktiven Branchenzukunft genannt.
Zu den größten Belastungen zählen dabei komplexe Dokumentationspflichten, umfangreiche Nachweispflichten sowie die Vielzahl unterschiedlicher Krankenkassenverträge. Die Studie bezeichnet die Vertragsvielfalt sogar als einen der Haupttreiber bürokratischer Belastungen.
Das Problem dabei: Bürokratie verursacht nicht nur Verwaltungsaufwand. Sie bindet Zeit, die für Beratung, Versorgung und Betreuung von Patienten fehlt.
Wenn Versorgungszeit verloren geht
Besonders deutlich formulieren dies die Autoren der Studie selbst: „Bürokratie ist in der Hilfsmittelbranche kein bloßes Verwaltungsproblem – sie wirkt als messbarer Versorgungsverlust, weil Fachkräftezeit systematisch aus der direkten Patientenversorgung abgezogen wird.“
Diese Aussage verdeutlicht, weshalb das Thema in der Branche derzeit so intensiv diskutiert wird. Während der Versorgungsbedarf steigt und gleichzeitig qualifizierte Fachkräfte fehlen, wächst der administrative Aufwand vieler Betriebe weiter.
Die Folgen zeigen sich im Alltag: Zeit für Beratungsgespräche wird knapper, Prozesse werden komplexer und Fachkräfte verbringen einen immer größeren Teil ihres Arbeitstags mit organisatorischen Aufgaben.
Die Branche wünscht sich mehr Automatisierung
Auch die anonymisierten O-Töne der Studie unterstreichen diesen Wunsch nach Entlastung. So heißt es beispielsweise: „Weniger Bürokratismus, viel automatisiert – ein vernünftiges Zusammenspiel von Mensch und System.“
Dahinter steckt keine Forderung nach weniger Qualität oder geringeren Dokumentationsstandards. Vielmehr wünschen sich die Befragten, dass wiederkehrende und standardisierbare Aufgaben stärker unterstützt oder automatisiert werden.
Der Fokus liegt dabei auf einer einfachen Frage: Wie kann mehr Zeit für die eigentliche Versorgung geschaffen werden?

Digitalisierung kann bürokratische Belastungen reduzieren
Die Hilfsmittelstudie 2026 zeigt an mehreren Stellen, dass Digitalisierung von der Branche vor allem als Entlastungsinstrument verstanden wird. Prozesse sollen vereinfacht, Medienbrüche vermieden und Informationen dort verfügbar gemacht werden, wo sie benötigt werden.
Technologie wird dabei nicht als Selbstzweck betrachtet. Vielmehr soll sie helfen, Verwaltungsaufwand zu reduzieren und Fachkräfte bei ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen.
Genau deshalb werden Themen wie Prozessdigitalisierung, digitale Vernetzung und intelligente Informationsflüsse von den Befragten so hoch priorisiert.
Was bedeutet das für die Praxis?
Die Ergebnisse der Hilfsmittelstudie 2026 zeigen deutlich, dass Bürokratie für viele Betriebe längst zu einer strategischen Herausforderung geworden ist. Wer täglich große Teile seiner Arbeitszeit für Dokumentation, Verwaltung und Abstimmung aufwendet, verliert wertvolle Ressourcen für die eigentliche Versorgung.
Genau hier setzen digitale Lösungen von molibso an. Durch die digitale Verknüpfung von Analyse, Beratung, Produktempfehlung und weiteren Prozessschritten können Informationen strukturiert erfasst und entlang des gesamten Versorgungsprozesses genutzt werden. Dadurch lassen sich Medienbrüche reduzieren, Doppelarbeiten vermeiden und Abläufe effizienter gestalten.
So entstehen genau die Entlastungseffekte, die sich viele Befragte der Studie wünschen: weniger Verwaltungsaufwand und mehr Zeit für die Versorgung.
Fazit
Die Hilfsmittelstudie 2026 macht deutlich, dass Bürokratie nicht nur Unternehmen belastet, sondern direkte Auswirkungen auf die Versorgung hat.
Wenn mehr als 30 Prozent der Betriebszeit für administrative Aufgaben aufgewendet werden müssen, wird die effiziente Gestaltung von Prozessen zu einem entscheidenden Faktor. Die Branche sucht daher nicht nach mehr Bürokratie, sondern nach Lösungen, die Fachkräfte entlasten und wertvolle Zeit zurückgeben.
Sep. 10, 2026

75 Prozent der Befragten priorisieren digitale Vollvernetzung, um die Versorgung bestmöglich mit anderen Leistungserbringern zu steuern. Zu diesem Ergebnis kommt die Hilfsmittelstudie 2026 der opta data ZukunftsStiftung und der Sigmund Freud Privat Universität Wien. Die Studie zeigt damit deutlich: Die Zukunft der Hilfsmittelversorgung liegt nicht nur in digitalen Technologien, sondern vor allem in deren Vernetzung.
Die Studie zeigt an vielen Stellen, wie stark sich die Branche in den kommenden Jahren verändern wird. Besonders interessant ist dabei das Ergebnis, dass rund 75 Prozent der Befragten digitale Vollvernetzung priorisieren, um die Versorgung gemeinsam mit anderen Leistungserbringern bestmöglich zu steuern.
Vernetzung wird zum Erfolgsfaktor
Die Aussage dahinter geht weit über die technische Anbindung einzelner Systeme hinaus. Die Studienautoren beschreiben ein Gesundheitssystem, in dem Patienten häufig zwischen unterschiedlichen Akteuren wechseln: Arztpraxen, Kliniken, Sanitätshäusern, Homecare-Unternehmen, Krankenkassen und weiteren Versorgern. Informationen gehen dabei oftmals verloren oder stehen nicht dort zur Verfügung, wo sie benötigt werden.
Besonders deutlich wird dies in einer zentralen Aussage der Studie: „Es gibt niemanden, der das Gesamtbild eines Patienten kennt und die Prozesse für ihn koordiniert.“
Die Folge sind Medienbrüche, doppelte Arbeitsschritte und vermeidbare Verzögerungen in der Versorgung.
Weg vom Silodenken
Auch die befragten Fachkräfte sehen hier großen Handlungsbedarf. So heißt es in einem der anonymisierten O-Töne der Studie: „Wir brauchen halt echte Versorgungssysteme und müssen wegkommen vom Silodenken.“
Genau diese Aussage beschreibt einen der zentralen Trends der Studie. Die Zukunft wird weniger durch einzelne Produkte oder Insellösungen geprägt sein. Stattdessen gewinnen vernetzte Versorgungssysteme an Bedeutung, in denen Informationen entlang des gesamten Versorgungsprozesses verfügbar bleiben.
Dabei geht es nicht nur um technische Schnittstellen, sondern um die Fähigkeit, Informationen sinnvoll miteinander zu verbinden und dadurch bessere Entscheidungen zu ermöglichen.

Digitalisierung bedeutet zunehmend Vernetzung
Die Studie zeigt, dass Vollvernetzung sogar noch vor vielen anderen Zukunftsthemen priorisiert wird. Mit ihren rund 75 Prozent liegt sie vor Aspekten wie KI & Automatisierung, Netzwerkbildung oder Plattformlösungen.
Das unterstreicht eine Erkenntnis, die sich durch viele Kapitel der Studie zieht: Die Branche sucht nicht in erster Linie nach immer neuen Technologien. Sie sucht nach Lösungen, die bestehende Informationen zusammenführen und den Austausch zwischen den verschiedenen Beteiligten verbessern.
Digitalisierung wird dadurch zunehmend als Infrastruktur verstanden, die Versorgung koordiniert, anstatt lediglich einzelne Prozesse zu digitalisieren.
Außerdem wird deutlich, dass digitale Vernetzung nicht isoliert betrachtet wird. Die Befragten verbinden sie unmittelbar mit einer besseren Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren im Gesundheitswesen und einer effizienteren Steuerung von Versorgungspfaden. Dadurch können Informationen schneller verfügbar gemacht und Entscheidungen auf einer gemeinsamen Datengrundlage getroffen werden.
Was bedeutet das für die Praxis?
Die Ergebnisse der Hilfsmittelstudie 2026 zeigen deutlich, dass digitale Vollvernetzung für viele Betriebe kein Zukunftsthema mehr ist, sondern eine zentrale Voraussetzung für moderne Versorgung darstellt.
Und genau hier setzt der molibso-Prozess an: Durch die Vernetzung von Analyse, Beratung, Produktempfehlung und weiteren Prozessschritten entstehen durchgängige digitale Informationsflüsse. Gleichzeitig ermöglichen Schnittstellen zu bestehenden Systemen wie ERP-Lösungen oder Branchensoftware, dass Informationen nicht mehrfach erfasst werden müssen und entlang des gesamten Prozesses verfügbar bleiben.
So entsteht genau die Form der Vernetzung, die von den Befragten der Studie priorisiert wird: Nicht zusätzliche Komplexität, sondern ein besserer Informationsfluss zwischen den relevanten Beteiligten.
Weitere Vorteile liegen in der dadurch resultierenden Transparenz, den kürzeren Abstimmungswegen und der besseren Grundlage für fundierte Entscheidungen im Versorgungsalltag. Informationen stehen demnach dort zur Verfügung, wo sie benötigt werden, und können entlang des gesamten Prozesses genutzt werden.
Fazit
Die Hilfsmittelstudie 2026 zeigt, dass die Zukunft der Versorgung nicht allein in neuen Technologien liegt. Ebenso wichtig wird die Fähigkeit, Informationen, Prozesse und Akteure miteinander zu verbinden.
Die hohe Priorität für digitale Vollvernetzung macht deutlich, dass die Branche den größten Nutzen dort sieht, wo Informationssilos aufgebrochen und Versorgungspfade besser koordiniert werden können.
Sep. 3, 2026

77 Prozent der Befragten erwarten tiefgreifende Veränderungen durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Die HilfsmittelStudie 2026 der opta data ZukunftsStiftung zeigt jedoch noch etwas anderes: Für die Branche stehen nicht neue Technologien im Vordergrund, sondern digitale Lösungen, die den Arbeitsalltag spürbar erleichtern. Prozessdigitalisierung wird dabei sogar wichtiger eingestuft als KI.
Die Hilfsmittelbranche steht vor großen Herausforderungen. Steigender Versorgungsbedarf, Fachkräftemangel, Kostendruck und zunehmende regulatorische Anforderungen prägen bereits heute den Alltag vieler Betriebe. Vor diesem Hintergrund hat die opta data ZukunftsStiftung gemeinsam mit der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien untersucht, wie Fachkräfte die Zukunft der Branche einschätzen und welche Entwicklungen sie bis 2036 erwarten. Die Studie basiert auf 51 Experteninterviews sowie einer Online-Befragung von 896 Fachkräften aus Sanitätshäusern, Homecare-Unternehmen und der Orthopädie(schuh)technik.
Digitalisierung wird zur Grundvoraussetzung moderner Versorgung
Ein Ergebnis sticht besonders hervor: 77 Prozent der Befragten erwarten tiefgreifende Veränderungen durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Die Branche geht also mehrheitlich davon aus, dass digitale Technologien die Hilfsmittelversorgung in den kommenden Jahren nachhaltig verändern werden.
Allerdings zeigt die Studie auch, dass Digitalisierung nicht als Zukunftsvision betrachtet wird. Vielmehr wird sie zunehmend als notwendige Infrastruktur moderner Versorgung verstanden. Die Autoren formulieren es im Kapitel „Berufsbild im Wandel“ eindeutig: Technologie sei ihnen zufolge demnach kein Add-on mehr, sondern werde zur Grundinfrastruktur jeder modernen Versorgungslösung.
Die Branche fordert keine Technik um der Technik willen
Besonders interessant sind die Aussagen der Befragten selbst. So heißt es in einem der anonymisierten O-Töne: „Digitalisierung muss uns entlasten, damit wir uns wieder mehr auf den Menschen konzentrieren können.“
Die Befragten wünschen sich keine Digitalisierung als Selbstzweck. Sie erwarten konkrete Verbesserungen im Arbeitsalltag. Technologie soll nicht den Menschen ersetzen, sondern Fachkräfte entlasten und ihnen mehr Zeit für die eigentliche Versorgung verschaffen. Auch die Studienautoren kommen zu dem Schluss, dass Digitalisierung vor allem dort als Chance gesehen wird, wo Routineaufgaben automatisiert und Prozesse vereinfacht werden können.
Prozessdigitalisierung schlägt KI
Gefragt nach den wichtigsten Zukunftsthemen, priorisieren rund 76 Prozent der Befragten die Prozessdigitalisierung, beispielsweise durch E-Rezepte oder digitale Abrechnungsprozesse. Erst danach folgen KI-gestützte Administration, Themen wie elektronische Patientenakte und Interoperabilität sowie Teleberatung und Remote-Versorgung.
Während in vielen öffentlichen Diskussionen vor allem über Künstliche Intelligenz gesprochen wird, setzen die Befragten offenbar andere Prioritäten. Gesucht werden demnach zunächst Lösungen, die den Arbeitsalltag vereinfachen, Daten besser nutzbar machen und bestehende Abläufe effizienter gestalten.
Für die Hilfsmittelbranche scheint daher weniger die Frage entscheidend zu sein, welche Technologie verfügbar ist, sondern viel mehr, welches konkrete Problem sie löst?

Was bedeutet das für die Praxis?
Die Ergebnisse der HilfsmittelStudie 2026 zeigen deutlich, dass die Branche Digitalisierung vor allem dort einen Mehrwert zuschreibt, wo sie konkrete Entlastung schafft. Im Mittelpunkt stehen nicht einzelne Technologien, sondern Lösungen, die Abläufe vereinfachen und den Arbeitsalltag spürbar unterstützen.
Genau hier setzen digitale Lösungen von molibso an. Mit Softwarelösungen wie dyneos SANI sowie dem durchgängigen molibso-Prozess werden Analyse, Beratung, Produktempfehlung und weitere Prozessschritte digital miteinander verbunden. Informationen stehen dort zur Verfügung, wo sie benötigt werden, und können entlang des gesamten Versorgungsprozesses genutzt werden. So entsteht genau die Art von Prozessdigitalisierung, die von den Befragten der Studie priorisiert wird: Digitalisierung nicht als Selbstzweck, sondern als Werkzeug, um Fachkräfte zu unterstützen und mehr Zeit für die eigentliche Versorgung zu schaffen.
Darüber hinaus zeigt die Studie, dass digitale Technologien immer stärker als Bestandteil moderner Versorgung verstanden werden. Für Betriebe bedeutet das, Prozesse nicht nur zu digitalisieren, sondern sie ganzheitlich zu betrachten und sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Genau dort liegt das Potenzial, die vorhandenen Ressourcen effizient einzusetzen und gleichzeitig eine hochwertige Versorgung sicherzustellen.
Fazit
Die HilfsmittelStudie 2026 zeigt, dass die Branche digitale Technologien klar als Zukunftsthema wahrnimmt. Noch wichtiger ist jedoch die Erkenntnis, welche Erwartungen mit dieser Entwicklung verbunden werden.
Nicht KI, Robotik oder technische Innovationen stehen an erster Stelle. Die höchste Priorität hat die Prozessdigitalisierung. Die Branche sucht nach Lösungen, die den Arbeitsalltag vereinfachen, Fachkräfte entlasten und mehr Zeit für die Versorgung schaffen.
Oder, wie es einer der Studienteilnehmer treffend formuliert: „Also wenn Digitalisierung, dann richtig.“
Aug. 27, 2026

Mit dem ab Januar 2027 in Kraft tretenden GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz steigen auch die gesetzlichen Zuzahlungen für viele Hilfsmittelversorgungen. Für Versicherte bedeutet das höhere Eigenanteile. Für Sanitätshäuser und orthopädieschuhtechnische Betriebe wächst damit die Bedeutung einer verständlichen und nachvollziehbaren Beratung. Denn wer den Nutzen einer Versorgung nachvollziehen kann, trifft Entscheidungen oft mit größerer Sicherheit.
Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz werden die gesetzlichen Zuzahlungen für viele Hilfsmittel angepasst. Künftig zahlen Versicherte 10 Prozent des Abgabepreises, mindestens 7,50 Euro und maximal 15 Euro. Damit steigt die bisherige Obergrenze von 10 Euro auf 15 Euro. Gerade bei Einlagenversorgungen werden viele Kunden diese Veränderung unmittelbar bemerken.
Mit steigenden Eigenanteilen wächst häufig auch der Wunsch nach einer nachvollziehbaren Erklärung: Warum wird genau diese Versorgung empfohlen? Welchen konkreten Nutzen bietet sie? Und worin unterscheidet sie sich von anderen Lösungen?
Gute Beratung schafft Verständnis
Die meisten Kaufentscheidungen werden nicht allein über den Preis getroffen. Viel wichtiger ist die Frage, ob Kunden den Mehrwert einer Versorgung verstehen und nachvollziehen können.
Genau deshalb gewinnt die Beratung weiter an Bedeutung. Wer individuelle Anforderungen, Belastungen oder Auffälligkeiten verständlich erklärt, schafft Vertrauen und erleichtert die gemeinsame Entscheidungsfindung.
Besonders bei hochwertigen oder individuell angefertigten Versorgungen wird dieser Aspekt künftig noch relevanter.
Was Kunden sehen, können sie besser nachvollziehen
Viele Zusammenhänge lassen sich deutlich leichter vermitteln, wenn sie sichtbar werden. Visuell aufbereitete Analyseergebnisse können dabei helfen, Belastungen, Bewegungsmuster oder Unterschiede zwischen verschiedenen Versorgungsoptionen verständlich darzustellen.
Dadurch entstehen Gespräche auf einer nachvollziehbaren Grundlage. Empfehlungen werden transparenter und Kunden können besser verstehen, warum eine bestimmte Versorgung für sie sinnvoll ist. Objektive Informationen unterstützen die Beratung, während Fachwissen und Erfahrung die Grundlage jeder guten Versorgung bleiben.
Gleichzeitig können objektive Analyseergebnisse dabei helfen, Empfehlungen zusätzlich zu untermauern. Wenn Analyse, Beratung und Produktempfehlung auf denselben Daten basieren, entsteht eine nachvollziehbare Entscheidungsgrundlage für alle Beteiligten. Das schafft Sicherheit für den Kunden und hilft Fachkräften dabei, ihre Empfehlungen verständlich zu vermitteln.
Wie molibso unterstützt
Genau hier setzen die Lösungen von molibso an: Mit der Analysesoftware dyneos SANI lassen sich Ergebnisse verständlich visualisieren und direkt in die Beratung integrieren. Funktionen wie Produktempfehlungen oder der ShoeScore unterstützen dabei, Zusammenhänge sichtbar zu machen und Versorgungsempfehlungen auf Basis objektiver Daten zu erläutern. So entsteht eine nachvollziehbare Grundlage für Beratung und Kaufentscheidung.
Fazit
Steigende Zuzahlungen verändern nicht die Qualität einer Versorgung. Sie erhöhen jedoch die Erwartungen vieler Kunden an die Beratung. Je besser der Nutzen einer Versorgung nachvollziehbar erklärt werden kann, desto leichter lassen sich gemeinsam fundierte Entscheidungen treffen. Verständliche Analyseergebnisse, transparente Empfehlungen und eine objektive Beratungsgrundlage gewinnen deshalb weiter an Bedeutung.
Aug. 19, 2026

Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz wird das System der Festbeträge im Hilfsmittelbereich neu ausgerichtet werden. Künftig könnten Kalkulationsdaten, Arbeitszeiten und weitere wirtschaftliche Kennzahlen stärker in den Fokus rücken. Für Sanitätshäuser und orthopädieschuhtechnische Betriebe wird damit eine Fähigkeit immer wichtiger: die eigenen Leistungen nachvollziehbar dokumentieren und belegen zu können.
Der 3 Prozent-Abschlag und die gedeckelten Vergütungen stehen derzeit im Mittelpunkt vieler Diskussionen rund um das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Weniger Aufmerksamkeit erhält eine weitere Änderung, die langfristig erhebliche Auswirkungen auf die Hilfsmittelversorgung haben könnte: die geplante Neuausrichtung des Festbetragssystems.
Im Zuge der Reform sollen künftig umfangreichere Kalkulations- und Marktdaten berücksichtigt werden. Gleichzeitig erhält der GKV-Spitzenverband zusätzliche Möglichkeiten, wirtschaftliche Kennzahlen und Preisstrukturen auszuwerten.
Für viele Betriebe stellt sich damit eine grundlegende Frage: Wie transparent und nachvollziehbar sind die eigenen Prozesse heute bereits dokumentiert?
Qualität allein reicht nicht immer aus
Gerade in der Orthopädieschuhtechnik und in Sanitätshäusern entstehen hochwertige Versorgungen häufig durch Erfahrung, handwerkliches Know-how und persönliche Beratung. Viele dieser Leistungen sind jedoch nur schwer sichtbar, wenn sie nicht entsprechend dokumentiert werden.
Je stärker wirtschaftliche Kennzahlen künftig in Entscheidungen einfließen, desto wichtiger wird es, die eigene Arbeit nachvollziehbar darstellen zu können. Dabei geht es nicht nur um Zahlen, sondern vor allem auch um Transparenz: Welche Analyse wurde durchgeführt? Welche Erkenntnisse haben zur Versorgung geführt? Welche Arbeitsschritte waren notwendig? Welche Daten liegen vor? Eine transparente Dokumentation wird somit ein Teil der Wirtschaftlichkeit des Betriebes.
Bisher wurde eine saubere Dokumentation häufig vor allem als bürokratische Pflicht wahrgenommen, obwohl sie jedoch weit mehr leisten kann.
Denn wer Informationen strukturiert erfasst und zentral verfügbar macht, schafft eine Grundlage für:
• nachvollziehbare Entscheidungen
• einheitliche Abläufe
• transparente Prozesse
• langfristige Auswertungen
• eine bessere Kalkulationsfähigkeit
Gerade in einem wirtschaftlich anspruchsvolleren Umfeld können diese Faktoren zu einem echten Wettbewerbsvorteil werden. Doch Daten nur zu erfassen reicht nicht aus. Die größte Herausforderung besteht nämlich oft nicht im Sammeln von Daten, sondern in ihrer Verfügbarkeit. Und genau an dieser Stelle wird es oft brenzlig, denn in vielen Betrieben befinden sich Informationen verteilt auf unterschiedliche Systeme, Dateien oder sogar Papierdokumente.
Die Folge:
• Informationen müssen gesucht werden
• Daten werden mehrfach erfasst
• Zusammenhänge gehen verloren
• Auswertungen werden erschwert
Ein durchgängiger digitaler Workflow kann dazu beitragen, diese Informationen zusammenzuführen und entlang des gesamten Versorgungsprozesses nutzbar zu machen.
Wie der molibso-Prozess unterstützt
Genau hier setzt der molibso-Prozess an: Kundendatenerfassung, Analyse, Produktempfehlung, Produktion und Nachbetreuung werden digital miteinander verknüpft. Informationen stehen dort zur Verfügung, wo sie benötigt werden, und können entlang des gesamten Prozesses genutzt werden.
Dadurch entsteht nicht nur mehr Effizienz im Alltag, sondern auch eine strukturierte Datenbasis, die Transparenz schafft und Prozesse nachvollziehbar macht.
Fazit
Die geplanten Änderungen am Festbetragssystem werden ihre Auswirkungen nicht von heute auf morgen entfalten. Schon jetzt zeigt sich jedoch eine Entwicklung: Daten, Dokumentation und Transparenz gewinnen an Bedeutung.
Wer seine Prozesse strukturiert abbildet und Informationen nachvollziehbar verfügbar macht, schafft die Grundlage für mehr Wirtschaftlichkeit, bessere Entscheidungen und langfristige Wettbewerbsfähigkeit.