
Mitte September war es so weit: der Megamarsch in- und um Köln herum fand statt. Unser Kollege Daniel hatte schon länger geplant, die 100 km innerhalb von 24 Stunden zu laufen. Kollegin Svenja stieß hingegen spontan dazu. Erst Freitagnacht entschied sie sich, ab Samstagmittag die Challenge zu bestreiten.
Beide verband ein gemeinsames Ziel: die Challenge erfolgreich zu meistern. Während Daniel schon verschiedene Events dieser Art in unterschiedlichen Städten mitgemacht hat, war es für Svenja der erste Dauerspaziergang. Normalerweise powert sie sich beim Triathlon aus. Als Kollegen unterstellten wir ihr – wie sich herausstellte, zu Unrecht – lange Zeit, der Megamarsch wäre für sie zu langweilig und nicht herausfordernd genug.
Vorbereitung ist alles – oder nicht?
Ihr beruflich bedingtes Fachwissen über Füße und Schuhe kam ihnen dabei zugute, zumindest teilweise: Aufgrund seiner jahrelangen Erfahrung mit unserem dyneos-System achtete Daniel darauf, einen Schuh zu tragen, der optimal zu den Bedürfnissen seiner Füße und seines Gangbildes passt. Wohingegen Svenja trotz ihres Wissens sich für alte Laufschuhe entschied, die sie rückblickend gerne durch Schuhe mit besserer Dämpfung ausgetauscht hätte. Allerdings führten die Blasen, die sie während des Laufes entwickelte, zu einer veränderten Gangweise, die auch einige Tage später noch in der Ganganalyse sichtbar war.
Von Kollegen zu Partnern in Crime
Auch mental gingen beide unterschiedlich mit der langen Strecke um: Während Svenja das Handy fast gar nicht nutzte, in Phasen der Stille ganz bei sich blieb, war es für Daniel Ablenkung und Motivation zugleich.
„Grenzen sind verschiebbar“
Daniels größte Erkenntnis innerhalb dieser 24 Stunden war die Tatsache, dass Grenzen verschiebbar seien.
Im Laufe der langen Wegstrecke gab es immer wieder Etappenziele, die auf die bereits gelaufenen Kilometer hinwiesen und Verpflegungsstellen, an denen die Teilnehmer versorgt wurden. Sich von Etappe zu Etappe zu hangeln und sich immer wieder neue Ziele zu setzen, wenn man eigentlich schon nicht mehr kann, ist wahrscheinlich eine der spannendsten Erfahrungen dieses Events.
Und auch Svenja hat nach einem kleinen schmerzenden Tiefpunkt aufgrund einer zu behandelnden Blase festgestellt, dass es immer wieder weitergeht. Auch dann, wenn man zwischenzeitlich glaubt, es ginge nicht mehr.
Die Zeit danach
So unterschiedlich ihre Erfahrungen während des Marsches auch waren, so einig waren sich die beiden über die Highlights nach dem Lauf: nichts ging über eine warme Dusche und das Bett!
Ob sie sich dieser Herausforderung nochmal stellen wollen? „Ne, einmal reicht mir,“ sagt Svenja wenige Tage nach der großen Wanderung. „Wenn ich Sachen mache, dann ziehe ich sie durch und das habe ich gemacht. Aber das wird jetzt nicht mein Hobby. Ich stehe wieder beim Ironman/ Triathlon an der Startlinie, das ist mein Fokus.“ Bei Daniel sieht das Ganze hingegen etwas anders aus: „Ich habe den 100er Megamarsch jetzt zwei Mal geschafft und zwei Mal nicht, das kann ich eigentlich nicht so stehen lassen.“
Tipps für zukünftige „Megamarschler“ von zweien, die es wissen müssen
- Die Füße und den Gang im Vorfeld checken lassen, um zu wissen, worauf man achten muss
- Regelmäßig Sport machen, um eine gute Grundfitness zu haben
- Einen gutsitzenden Rucksack tragen und die Schuhe vorher gründlich einlaufen
- Passende Socken tragen, um Blasen vorzubeugen
- Einen Nachtlauf über 30 km bis 40 km in etwa sechs bis acht Stunden, um zu testen, wie gut man mit dem Gehen im Dunkeln auf Dauer klarkommt
Wir sind als Team auf jeden Fall mächtig stolz, dass unsere beiden Mitarbeitenden sich dieser Challenge gestellt haben, es innerhalb der vorgegebenen Zeit ins Ziel geschafft haben und auch darüber, dass sie sich noch immer so gut verstehen wie vorher – mindestens.
