{"id":6758,"date":"2026-08-13T08:00:40","date_gmt":"2026-08-13T06:00:40","guid":{"rendered":"https:\/\/molibso.com\/?p=6758"},"modified":"2026-08-13T12:57:28","modified_gmt":"2026-08-13T10:57:28","slug":"steigende-kosten-gedeckelte-verguetungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/molibso.com\/de\/steigende-kosten-gedeckelte-verguetungen\/","title":{"rendered":"Steigende Kosten, gedeckelte Verg\u00fctungen: Wie Betriebe wirtschaftlich bleiben k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-6759 aligncenter\" src=\"https:\/\/molibso.com\/molibsosite\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Gedeckelte-Verguetungen-Blogbeitrag.png\" alt=\"Gedeckelte Verg\u00fctungen\" width=\"1080\" height=\"440\" title=\"\"><\/p>\n<p><strong>Der 3-Prozent-Abschlag auf Hilfsmittelversorgungen sorgt aktuell f\u00fcr viel Aufmerksamkeit. Weniger im Fokus steht eine weitere Regelung des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes, die f\u00fcr viele Sanit\u00e4tsh\u00e4user und orthop\u00e4dieschuhtechnische Betriebe langfristig sogar gr\u00f6\u00dfere Auswirkungen haben k\u00f6nnte: die Deckelung von Verg\u00fctungssteigerungen. Wenn Kosten steigen, Erl\u00f6se aber nur noch begrenzt wachsen d\u00fcrfen, r\u00fcckt die Wirtschaftlichkeit der eigenen Prozesse st\u00e4rker in den Fokus.<\/strong><\/p>\n<p>Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz werden Verg\u00fctungssteigerungen bei Hilfsmittelvertr\u00e4gen k\u00fcnftig st\u00e4rker begrenzt. Grundlage hierf\u00fcr ist die sogenannte Grundlohnrate. F\u00fcr die Jahre 2027 bis 2029 wird diese Obergrenze zus\u00e4tzlich um einen Prozentpunkt abgesenkt. Eine vollst\u00e4ndige Refinanzierung steigender Personal- und Sachkosten wird dadurch zunehmend schwieriger.<\/p>\n<p>F\u00fcr viele Betriebe mag diese Regelung zun\u00e4chst weniger greifbar erscheinen als der 3-Prozent-Abschlag. Tats\u00e4chlich k\u00f6nnte sie jedoch langfristig die gr\u00f6\u00dfere Herausforderung darstellen. Denn w\u00e4hrend die Verg\u00fctung k\u00fcnftig nur noch begrenzt steigen darf, entwickeln sich L\u00f6hne, Materialkosten und Energiekosten unabh\u00e4ngig davon weiter.<\/p>\n<h2>Gerade im Bereich der individuellen Einlagenversorgung wird diese Entwicklung sp\u00fcrbar<\/h2>\n<p>Die Herstellung individueller Einlagen ist personalintensiv. Hinzu kommen Materialkosten, beispielsweise f\u00fcr EVA-Sch\u00e4ume oder andere Einlagenwerkstoffe, sowie laufende Energie- und Betriebskosten. Steigen diese Kosten schneller als die zul\u00e4ssigen Verg\u00fctungen, entsteht eine wirtschaftliche Schere: Die Kosten pro Versorgung steigen, w\u00e4hrend die erzielbaren Erl\u00f6se nicht im gleichen Ma\u00df wachsen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Anders als der 3-Prozent-Abschlag handelt es sich dabei nicht um einen vor\u00fcbergehenden Effekt. Vielmehr ver\u00e4ndert sich die wirtschaftliche Ausgangslage dauerhaft. Nat\u00fcrlich lassen sich steigende Energiepreise oder Tarifentwicklungen nicht durch einzelne Betriebe beeinflussen.<br \/>\nUmso wichtiger wird die Frage: Wie effizient werden die vorhandenen Ressourcen eingesetzt?<\/p>\n<p><strong>Viele Betriebe kennen Situationen wie diese:<\/strong><br \/>\n\u2022 Kundendaten werden mehrfach erfasst.<br \/>\n\u2022 Informationen m\u00fcssen zwischen Verkauf, Werkstatt und Verwaltung weitergegeben werden.<br \/>\n\u2022 R\u00fcckfragen verz\u00f6gern die Produktion.<br \/>\n\u2022 Analysen und Dokumentationen liegen in verschiedenen Systemen vor.<\/p>\n<p>Jeder einzelne Vorgang kostet nur wenige Minuten. \u00dcber viele Versorgungen hinweg summiert sich daraus jedoch ein erheblicher Aufwand.<\/p>\n<h2>Produktivit\u00e4t wird zum Wettbewerbsfaktor<\/h2>\n<p>Wenn der Spielraum auf der Erl\u00f6sseite kleiner wird, gewinnt die Produktivit\u00e4t auf der Kostenseite an Bedeutung. Dabei geht es nicht darum, Mitarbeitende schneller arbeiten zu lassen. Es geht darum, unn\u00f6tige Arbeitsschritte zu reduzieren.<br \/>\nWeniger Medienbr\u00fcche, weniger doppelte Datenerfassung und ein besserer Informationsfluss zwischen Analyse, Beratung, Produktion und Nachbetreuung helfen dabei, vorhandene Ressourcen gezielter einzusetzen.<\/p>\n<p>Besonders vor dem Hintergrund des anhaltenden Fachkr\u00e4ftemangels wird dieser Aspekt f\u00fcr viele Betriebe k\u00fcnftig noch wichtiger werden.<\/p>\n<p>Genau hier setzt der <a href=\"https:\/\/molibso.com\/de\/produkte\/prozesse-schnittstellen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">molibso-Prozess<\/a> an: Statt einzelne Arbeitsschritte isoliert zu betrachten, verbindet molibso Kundendatenerfassung, Analyse, Produktempfehlung, Hilfsmittelproduktion und Nachbetreuung in einem durchg\u00e4ngigen digitalen Workflow.<\/p>\n<p>Informationen werden nur einmal erfasst und k\u00f6nnen entlang des gesamten Versorgungsprozesses genutzt werden. Das reduziert Verwaltungsaufwand, verk\u00fcrzt Durchlaufzeiten und schafft mehr Transparenz f\u00fcr alle Beteiligten.<\/p>\n<p>Das Ziel dabei ist nicht die Digitalisierung um ihrer selbst willen; das Ziel ist, wirtschaftliche Potenziale im Alltag sichtbar und nutzbar zu machen.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Der 3-Prozent-Abschlag ist zeitlich befristet. Die Deckelung von Verg\u00fctungssteigerungen k\u00f6nnte die Branche dagegen deutlich l\u00e4nger besch\u00e4ftigen.<br \/>\nWenn Kosten schneller steigen als Erl\u00f6se, werden effiziente Prozesse zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Wer seine Abl\u00e4ufe fr\u00fchzeitig optimiert und vorhandene Ressourcen m\u00f6glichst effektiv nutzt, schafft die Grundlage, auch unter ver\u00e4nderten Rahmenbedingungen wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wirtschaftlichkeit der eigenen Prozesse r\u00fcckt f\u00fcr die Hilfsmittelbranche zunehmend in den Fokus.<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":6760,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"anwendungsbereich":[],"bereiche":[],"class_list":["post-6758","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/molibso.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6758","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/molibso.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/molibso.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/molibso.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/molibso.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6758"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/molibso.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6758\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6916,"href":"https:\/\/molibso.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6758\/revisions\/6916"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/molibso.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6760"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/molibso.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6758"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/molibso.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6758"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/molibso.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6758"},{"taxonomy":"anwendungsbereich","embeddable":true,"href":"https:\/\/molibso.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/anwendungsbereich?post=6758"},{"taxonomy":"bereiche","embeddable":true,"href":"https:\/\/molibso.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/bereiche?post=6758"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}